Von Anna Offner/Kärnten für das Wirtschaftsblatt.
Klagenfurt. Heuer gewann Robert Kanduth mit seinem Sonnenkollektoren-Erzeuger GreenOneTech die Kategorie Big Player in der Kärntenwertung von Austria's Leading Companies. 171 Prozent Umsatzwachstum in drei Jahren: für den Kärntner kann es derzeit nicht schnell genug gehen.
Seine Ehefrau Helvig Kanduth steht ihm da um nichts nach, denn auch sie schmiedet schon an den Plänen, um aus dem familieneigenen Sandwirth, Klagenfurts traditionsreichsten Hotel, auch Klagenfurt grösstes Vier-Sterne-Hotel zu machen. Seit knapp einem Monat ist die zweifache Mutter Geschäftsführerin des Familienhotels und steigt damit in die Fussstapfen ihres Ehemannes, der sich nun ausschliesslich der Sonnenkollektorenerzeugung widmen wird.„Nachdem das Hotel in Privatbesitz ist, möchten wir auch einen gewissen Einfluss auf deren Entwicklung nehmen," erklärt die 32jährige Lavanttalerin den Wechsel in die für sie fremde Hotellerie. Denn bislang fühlte sich die Betriebswirtin eher in der Industrie zu Hause.
Nach mehrjähriger Tätigkeit für Mondi in Wien und dem elterlichen Baubetrieb, der Velox GmbH in St. Andrä, wechselt sie nun in eine neue Branche. Aber auch nicht unvorbereitet, denn während ihrer Karenz hat sie Werner Gärtner, dem zweiten Geschäftsführer des Sandwirths ganz genau auf die Finger geschaut. Mit dem Erfolg, dass dieser Tage der Spatenstich für den Ausbau des Vier-Sterne-Hotels geplant ist. 30 neue Zimmer und rund 200 m² Seminarfläche werden dafür sorgen, dass der Sandwirth spätestens im Mai 2008 Klagenfurts grösstes Vier-Sterne-Hotel sein wird.
Für Geschäftsgäste
Der Westflügel der von Robert Kanduth erworbenen Alten Post soll über einen modernen Neubau mit dem Sandwirth verbunden werden und Platz für neue Zimmer, vor allem aber für Seminar- und Konferenzräume bieten. „Wir wollen uns zukünftig neben den Geschäftsgästen vor allem auf die Seminargäste konzentrieren", sagt Kanduth, die will, dass der traditionsreiche Sandwirth zum Meeting Point der Klagenfurter wird.
4,4 Millionen € soll der Umbau kosten und damit mittelfristig den Umsatz von derzeit 2,1 Millionen € um 80 Prozent steigern. Derzeit beschäftigt der Sandwirth 35 Personen und nach Fertigstellung sollen es um zehn mehr sein.